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Den Sinn des Lebens finden

Auf der Suche nach mehr

         

Den Lebenssinn in verschiedenen Religionen suchen

Auf der Flucht
«Wenn ich zu viel Zeit zum Nachdenken habe, bekomme ich es mit der Angst zu tun. Weil ich dann realisiere, dass ich kaum noch Zeit habe herauszufinden, ob es wirklich einen Gott gibt. Oder was der wahre Sinn des Lebens ist.“ (© Blick 28.11.2010 «Roger Federer hilft mir, Sorgen zu vergessen») Dieses Zitat stammt von der Filmlegende Woody Allen, der am 1. Dezember 2010 75 Jahre alt geworden ist.

«Flucht ist immer eine Option.»
Im Artikel «So funktioniert das Leben» (© Berner Zeitung 25.11. 2010) wird die Autorin Lucy Fricke porträtiert. Mit dem Roman «Ich habe Freunde mitgebracht» sei ein amüsantes Buch herausgekommen, in dem die Autorin mit ironisch-analytischem Blick nach dem Sinn des Lebens forscht. Darin lasse sie sich und ihre Protagonisten schonungslos mit den kleinen und grossen Fragen der Menschheit konfrontieren. Fragen wie: Warum ist es so schwer, das Glück der anderen zu akzeptieren und das eigene zu finden? An einer Stelle im Buch sagt Martha, eine der Hauptfiguren: «Flucht ist immer eine Option.» Eine abschliessende Antwort auf all die komplizierten Wohlstandsfragen habe die Autorin aber nicht gefunden.

In der Stille und ganz ohne Ablenkungen
Im Artikel «Zwischenhalt im Kloster» (© NZZ.ch – 22.11.2010) werden die Erfahrungen der 27-jährigen Ursula Raymann in der Schreibzelle der Ordensgemeinschaft Fahr, in der Nähe von Zürich, beschrieben. Sie wolle durchatmen, weil ihr im Alltag die Zeit fehle, um in sich zu gehen. In der Schreibzelle habe sie genügend Zeit für sich selbst und Musse, um sich hinzusetzen und den Gedanken freien Lauf zu lassen. Im Kloster Fahr können Menschen zwischen 16 und 30 Jahren zwei Tage in einem Gästezimmer des Klosters verbringen. In der Stille und ganz ohne Ablenkungen. Die einzige Aufgabe der Teilnehmer bestehe im Schreiben eines oder mehrerer Psalmen. Damit will man der Suche nach dem Sinn des Lebens bewusst Raum geben. 

Konfrontiert mit dem persönlichen Glauben
Ursula Raymann erzählt, wie sie beim Diskutieren mit der Priorin gespürt habe, wie zwei Welten aufeinanderprallten. Für sie selbst sei es spannend zu erfahren, was für die Ordensfrauen wichtig ist. Die Schreibzelle habe sie nicht mit der Absicht aufgesucht, einer Religion oder einem Glauben näherzukommen. Durch das Zelebrieren des christlichen Glaubens im Kloster sei sie aber mit ihrem persönlichen Glauben konfrontiert worden.

 

Klaus Kenneth - Zwei Millionen Kilometer auf der SucheAuch Klaus Kenneth war auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Viele Jahre lang reiste der junge Klaus Kenneth in den 1970er Jahren durch die ganze Welt - immer auf der Suche nach Liebe und dem eigentlichen Sinn des Lebens. Er befasste sich mit transzendentaler Meditation, dem Hinduismus, dem Islam, - praktisch nahezu dem ganzen Programm, was Religion bietet, wurde buddhistischer Mönch und betrieb okkulte Praktiken. Nur eine einzige liess er aus: Das Christentum, das ihn schon als kleinen Jungen nur enttäuscht hatte. Ausgerechnet in der von ihm verachteten Religion fand er, wonach er immer gesucht hatte. (Siehe auch Klaus Kenneth "Zwei Mio Kilometer auf der Suche" Lifechannel.ch/lebenssinn)

Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Don Piper - 90 Minuten im Himmel

Wer nach dem Sinn des Lebens sucht, muss sich bewusst sein, dass auch Fragen offen bleiben können – und dürfen … 

Eine dieser Fragen ist, was nach dem Tod sein wird. Dokumentierte Nahtoderfahrungen oder der biblische Bericht sind Beispiele für mögliche Informationsquellen. Im Buch „90 Minuten im Himmel“ erzählt der Autor Don Piper, wie er bei einem Autounfall ums Leben kam und 90 Minuten tot war. Don Piper ist ein Mensch, der sich als Christ bezeichnet und darum vom biblischen Weltbild spricht. In diesen 90 Minuten sei er am Himmelstor von verstorbenen Freunden und Verwandten abgeholt worden und habe eine unbeschreiblich schöne Zeit im Himmel erlebt.

Don Pipers Erlebnis ist eines von vielen, eines das sehr konkret beschrieben ist und tatsächlich Perspektiven nach dem Tod vermitteln kann - einen äusserst attraktiven Lebenssinn.

Wenn das Spiel zu Ende ist, kommen König und Bauer in dieselbe Schachtel zurück 


Woher komme ich und wo gehe ich hin? Wir kommen ohne etwas auf die Welt und wir können nichts mitnehmen, wenn wir sterben. Diese Tatsache hat einen unangenehmen Beigeschmack, der die unterschiedliche Bewertung der Menschen in unserer Gesellschaft auflöst. Materieller Reichtum zählt nicht mehr. Am Ende kommen Bauer und König in die gleiche Schachtel zurück, wie es auf einer Postkarte heisst. Am Anfang und am Schluss sind alle Menschen gleich. Was zurückbleibt sind Spuren von Begegnungen. Freunde und Kinder, alle Mitmenschen, die durch das nachhaltig vorgelebte Vorbild für das eigene Leben profitieren konnten. Und die Perspektiven nach dem Tod. 

© Christliche-Zeugnisse.ch überabeitet am 15.06.2011 (ar)