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Leben mit Demenz


Liesette Meier und Ruth Horber - beide haben ihre Männer an Demenz verloren.



















(c) Robert Kneschke - Fotolia.de


Lisette Meier und Ruth Horber - beide haben ihre Männer an Demenz verloren

 

Wenn die Vergänglichkeit entdeckt wird

Der Mann von Lisette Meier ist Geschäftsleiter in einer Weberei und erfindet vieles. Er ist lebhaft und hat ständig neue Ideen. Lisette Meier kann sich an ihn anlehnen. Ihr Mann hat quasi immer das Sagen. Sie ist 13 Jahre jünger als er. Dieser Altersunterschied hilft ihr in der Zeit, wo ihr Mann dement wird. Wenn er fortläuft, kann sie ihm hinterher laufen und ihn wieder zurückholen - dank ihrer noch vorhandenen Kräfte. Durch ihren Altersunterschied kann sie sich auch psychisch gut auf Veränderungen einstellen, zum Beispiel auf den Rollentausch, der durch die Demenz entstanden ist.

Auch der Mann von Ruth Horber ist sehr vielseitig begabt und lebt seine Begabungen als Allrounder. Er ist im handwerklichen Bereich als Gärtner tätig, arbeitet als Mechaniker oder in einem Restaurant. 

Demenz entwickelt sich langsam
Der Mann von Lisette Meier wird unsicher, misstrauisch und ängstlich. Er hat Mühe, einen ganzen Satz zu sprechen und verliert in einem Gespräch immer mehr den Faden. Ruth Horbers Mann verliert zuerst die Orientierung, insbesondere beim Autofahren. Ein weiteres Merkmal der ersten Phase der Demenz-Krankheit ist das Verlieren des zeitlichen Gefühls. So vergisst der Mann von Lisette Horber Zahnarzttermine oder er fährt mit dem Zug zu weit, bis er merkt, er hätte längst aussteigen müssen.

Im Porträt von Radio Life Channel erzählen Lisette Meier und Ruth Horber über ihren aussergewöhnlichen Weg, geprägt von Demenz des eigenen Mannes.

Radio Life Channel- Porträt und Hintergrundsendungen - Z.B. zum Thema «Leben mit Demenz» Porträt: Lisette Meier und Ruth Horber - eine Radiosendung zum Thema «Leben mit Demenz» (ausgestrahlt in Radio Life Channel am 20. Oktober 2008)

Weiterführende Infos: 

Hintergrund:

Bei Demenzerkrankungen treten Verluste des Erinnerungsvermögens zusammen mit anderen Funktionsstörungen des Gehirns auf, was zum Verlust der Selbständigkeit führt. Die Alzheimerkrankheit ist die häufigste Form der Demenz (ca.50%). Mischformen der Krankheit sind möglich. Das grösste Risiko, an einer Demenz zu erkranken, ist das Alter. Nicht jede Gedächtnisstörung ist aber eine beginnende Demenz! Denn auch beim Älterwerden verändert sich die geistige Leistungsfähigkeit. Die langsamere Geschwindigkeit, mit der das Hirn die aufgenommenen Informationen verarbeitet, wirkt sich auf die Lern- und Speicherfähigkeit aus. Deswegen sind ältere Menschen oft vergesslich und haben "das Gefühl", an einer beginnenden Demenz zu leiden. (Quelle: alz.ch)

(c) Christliche-Zeugnisse.ch - 06.06.2011





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